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Die Geschichte des Namens

                        von Borstel

Familienangehörige gesucht!
Um den Stammbaum zu vervollständigen, suchen wir
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von Borstel (ursprünglich von dem Borstel; auch Borstele, Borstelde)

Eine der wenigen eingeborenen Kehdinger Adelsfamilien; sie stammt aus Borstel bei Bützfleth (Kehdingen) und erscheint schon 1258 mit Ritter Heinrich von Borstel urkundlich. Die Familie hat sich außerordentlich verbreitet und ist noch jetzt in Kehdingen zahlreich vertreten. Schon im 13. Jahrhundert treffen wir unter den Rittern und Knappen der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg und Sachsen-Lauenburg sowie der Grafen von Holstein Vertreter der Familie. Dagegen sind sie unter den Ministerialen der Bremer Erzbischöfe im 14. und 15. Jahrhundert urkundlich nicht zu finden, werden aber um 1500 von Erzbischof Johann Rode in seinem »Registrum« unter den Kehdinger Dienstmannen der Bremer Kirche aufgeführt. Sie haben auch zu den Stader Patriziern gehört und der Stadt Bürgermeister und Ratsherren gestellt.
Mushard vermutet die Abstammung der Familie v. d. Borstel von den von der Hude, was zweifellos irrig ist. Als ersten nennt Mushard Johannes de Borstelde, für den Herr Wilcken Kehding von Marßel 1297 als Bürge auftritt. Die älteren Urkunden scheinen Mushard nicht zugänglich gewesen zu sein. Aus dem 14. Jahrhundert führt er aber noch eine Anzahl von Vertretern der Familie an und rechnet schließlich auch Jodocus de Borstelo (auch Bordeslo), der 1529 Abt zu Stade war, zu der Familie.

Wie viele Kehdinger Adelsfamilien ist auch die Familie v. Borstel schon frühzeitig heruntergekommen, so dass sie bei Wiederaufstieg im 16. Jahrhundert vom Erzbischof von Bremen eine Adelsbestätigung erhalten hat. Diese Bestätigung hat am 3. Dezember 1566 »Georg von Gottes Gnaden der Ertz- und Stiffter Bremen und Verden Bischoff, Administrator zu Minden, Hertzog zu Braunschweig und Lüneburgk«, »uff unserm Hause Vörde« (der erzbischöflichen Burg in Bremervörde) ausgefertigt für den langjährigen Gräfen im Lande Kehdingen, Moritz vom Borstel, seinen Bruder Heine, samt ihren Kindern, sowie seinen Vetter Carsten von dem Borstel. Er begnadet die Genannten »mit der Adelichen Freyheit, die ihre Eltern hierbevorn gehabt, und andere von Adel in unserm Land Kehdingen noch geprauchen«. In der Musterrolle der Bremischen Ritterschaft, die Erzbischof Heinrich von Bremen wenige Jahre später, nämlich am 3. Juli 1572 aufstellen ließ, sind Moritz und Thomas von dem Borstel genannt, nicht aber Heine und Carsten. Dass die andern von Borstel, die in der Adelsbestätigung nicht genannt sind, vom selben uradligen Stamm sind, dürfte nicht zweifelhaft sein. (So auch Krause, Pfarrgeistlichkeit und Ritterbürtige.

Ob die Namensform Bordeslo mit Borstel gleichzusetzen ist, wie Mushard es bei Erwähnung des Stader Abtes Jodocus de Bordeslo (oder Borstelo) tut, ist sehr fraglich. Hefner führt in seinem Stammbuch des deutschen Adels eine Familie von Bordeslo auf und bemerkt dazu, es sei ein im Lüneburgischen, Hoyaschen und Kalenbergschen seßhaftes Geschlecht, das 1411 urkundlich erscheine und 1622 erloschen sei. Der Abt wird daher aus dieser Familie stammen.

wappen vbDie Kehdinger Familie v. Borstel ist nicht zu verwechseln mit einer gleichnamigen Familie, die aus Borstel im Kreise Stendal stammt, erst seit 1375 bekannt ist und in der Altmark seßhaft und reich begütert war. Sie führt als Wappen in silbernem Schilde zwischen 3 schwarzen Adlerflügeln in der Mitte ein grünes Kleeblatt. Die Kehdinger Familie dagegen hat von altersher 3 rote Rosen in silbernem Feld geführt; auf dem Helm 3 Straußenfedern, s.-r.-s. und rot-silberne Decken. Dieses Wappen ist nicht etwa bei der Adelsbestätigung verliehen worden, sondern findet sich schon in frühester Zeit.
In Hamburg gibt es seit dem 17. Jahrhundert eine aus Kehdingen stammende Familie von Bostel, aus der einer Bürgermeister von Hamburg war. Sie führt eine Rose im Wappen. Zweifellos ist sie ein Zweig der von Borstel, denn auch in Kehdingen kommt der Name in dieser etwas verkürzten Form vor. (Siehe den Grabstein des Hinrich v. Bostel von 1709 mit dem Borstelschen Wappen auf dem Krautsander Friedhof.)

 

Entnommen aus "Erzbischof Giselberts Stader Turnier von 1300" - W.v.Bargen - Stade 1970

Für das farbige Wappen bedanke ich mich bei R. von Borstel und für die Bilder aus Krautsand bei Meike Schröder.

von Borstel´s all over the world!

The von-Borstel-WEB in den USA
Susan von Borstel - in Amerika lebende Künstlerin
Dr. R.C. (Jack) von Borstel - University of Alberta
Albert & Edna von Borstel - Australien
 

Alle “von Borstel” in amerikanischen Telefonbüchern

Ortsschild

Ortschaften und Stadtteile mit dem Namen “Borstel”

Borstel (Gemeinde Jork / Landkreis Stade)
Kirche St. Nikolai in Borstel / Jork
Freiwillige Feuerwehr Borstel / Jork
Klein-Borstel (Stadtteil von Hamburg)
Groß-Borstel (Stadtteil von Hamburg)
Freiwillige Feuerwehr Groß-Borstel (Stadtteil von Hamburg)
Gemeinde Borstel bei Bad Segeberg
Borstel-Hohenrade (Kreis Pinneberg / Schleswig-Holstein)
Borstel (Landkreis Diepholz / Niedersachsen)
Borstel (Ortsteil der Gemeinde Auetal, südwestlich von Hannover)
Borstel (Ortsteil Verden)
Borstel am Grinderwald (Nähe Nienburg / Niedersachsen)
Spielmannszug Borstel am Grindlerwald
Borstel (Ortsteil Winsen / Luhe)
Borstel (Ortsteil Neustadt am Rübenberge)
Borstel (Stadtteil von Stendal / Sachsen-Anhalt)

Ortschaft und Gemeinde, aus der der Name stammt:

Bützfleth, Drochtersen
Kehdingen 1, Kehdingen 2

Einträge in
Wikipedia / Gen-Wiki

... und last not least heißt beim Sandmann der kleine Igel “Borstel”
 

Entstehung der Ortsnamen “Borstel”
Es handelt sich dabei um einen Flurnamen. Das Grundwort “Borstel” ist eine Weiterbildung von “Burstal”, wobei “bur” soviel wie Haus oder Wohnstätte und “stel” Stelle, aber nicht Stall bedeutet. Bei allen “Borstel”-Orten handelt es sich meist um Aussiedlungen, die sich vor der jeweiligen Stadt befanden.

 

Stammbaum von Borstel (geschützter Privatbereich)

 

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